Kauf, was gegessen wird.
Beim Grillen kauft man lieber zu viel als zu wenig. Niemand soll hungrig nach Hause gehen. Am Ende bleibt dann oft eine halbe Packung Würstchen übrig, und ein Teil davon landet später in der Tonne. GLUTMASS will, dass du passend einkaufst und trotzdem alle satt werden.
Die Zahlen
- 10,8 Mio. tLebensmittelabfälle sind in Deutschland 2022 angefallen.
- 58 %davon in privaten Haushalten, rund 6,3 Mio. Tonnen.
- 74,5 kgpro Kopf und Jahr werfen private Haushalte im Schnitt weg.
Quelle: Umweltbundesamt, Lebensmittelabfälle, Bezugsjahr 2022.
Warum gerade beim Grillen?
Für Grillfleisch gibt es eine verbreitete Faustregel: 400 g pro Person. Sie gilt für alle Gäste gleich, egal ob Kinder dabei sind, ob es reichlich Salate gibt oder ob der Abend nur zwei Stunden dauert. Wer danach einkauft, hat in vielen Runden deutlich mehr auf dem Tisch, als gegessen wird.
So hilft GLUTMASS
- Passende Grundmenge: 250 g Fleisch pro Erwachsenem bei normalem Hunger, angepasst an Hunger, Anlass und Beilagen.
- Kinder und Vegetarier zählen extra: Kinder bekommen kleinere Portionen, Vegetarier Grillkäse und Gemüsespieße statt Fleisch.
- Stück statt Gramm: Du bestellst an der Theke „10 Bratwürste, 3 Nackensteaks“ und musst nicht umrechnen.
- Ehrlicher Vergleich: Auf deinem Zettel siehst du, wie viel weniger das ist als nach der Faustregel.
- Reste-Plan: Falls doch etwas übrig bleibt, steht auf dem Zettel, was du daraus machen kannst.
Alle Werte stehen offen auf So rechnen wir.
Tipps für weniger Reste
- Zusagen abfragen: Wer kommt wirklich, wie viele Kinder, wer isst kein Fleisch? Das sind genau die Angaben, die der Rechner braucht.
- Nach und nach auflegen: Nicht alles auf einmal grillen. Was roh im Kühlschrank bleibt, hält länger als Gegrilltes.
- Gekühlt lagern: Fleisch erst kurz vor dem Grillen aus dem Kühlschrank holen und nicht stundenlang in der Sonne stehen lassen.
- Reste schnell kühlen: Gegrilltes abkühlen lassen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen und bald essen oder einfrieren. Im Zweifel nicht mehr essen.
- Mitgeben: Ein paar Dosen bereitstellen, damit Gäste Reste mit nach Hause nehmen können.
Was wir zählen und was nicht
Der gemeinsame Zähler auf der Startseite addiert, wie viel weniger Grillgut auf geteilten Einkaufslisten stand als nach der 400-g-Faustregel. Wir wissen nicht, was danach wirklich gekauft, gegessen oder weggeworfen wurde. Deshalb sprechen wir von „weniger eingekauft“, nicht von „gerettet“, und machen keine Angaben zu Klima oder CO₂. Wie genau gezählt wird, steht unter So rechnen wir.
Viele Tipps rund um Einkauf, Lagerung und Reste gibt es bei der Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Stand: Oktober 2026